| Vorausschauend
denken ist eine Eigenschaft, die einem bei der Arbeit mit Pferden nur
zugute kommen kann. Wenn wir beispielsweise mit unserem Pferd arbeiten,
und merken, irgendetwas könnte eine unvorgesehene Reaktion
unseres Pferdes auslösen, beschäftigen Sie sich mit diesem
"Störfaktor" im Vorfeld und ziehen Sie dadurch den Vorteil
auf Ihre Seite.
Nehmen wir beispielsweise an, Sie kommen einen abfälligen Pfad entlang, an dessen tiefstem Punkt befindet sich eine große Pfütze. Bevor Sie an der Pfütze angelangt sind, wägen Sie die Möglichkeiten ab, wie ein Pferd reagieren könnte: - es geht durch
die Pfütze - Sie bereiten
sich auf die Pfütze vor und unterstützen Ihr Pferd ruhig in dieser
Situation Bleiben Sie während der ganzen Situation ruhig und, vor allen Dingen, glauben Sie an sich und Ihr Pferd. Wenn Sie selbst Angst vor der Reaktion Ihres Pferdes haben, überträgt sich diese Angst auf Ihr Pferd. Bleiben Sie auf alle Fälle ruhig und bestimmt, und vermeiden Sie unbedingt emotionale Wutausbrüche gegenüber Ihrem Pferd. Üben Sie das Zusammenspiel Ihres Pferd-Reiter-Teams gezielt in Situationen, bei denen Sie wissen, Ihr Pferd reagiert ängstlich. Ein Pferd hat beispielsweise Angst vor Schafen. Wenn ich darum weiß, sollte ich mit meinem Pferd daran arbeiten. Gehen Sie mit einem solchen Pferd gezielt zu Schafen und zeigen Ihm ruhig, dass es sich vor Schafen nicht fürchten muss. Bleiben Sie dabei aber immer ruhig! Angst, Unsicherheit oder Nervosität spürt Ihr Pferd. Denken Sie also über jede schwierige Situation nach, bevor Sie sich mit Ihrem Pferd hineinmanövriert haben. Wenn Sie sich vorher über die Möglichkeiten Ihrer Reaktionen und der Ihres Pferdes im Klaren sind, gelingt es Ihnen Ruhe, Ausgeglichenheit und somit ein unbelastetes Verhältnis zwischen Ihrem Pferd und Ihnen zu bewahren. |