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Der
Hornschuh
Eine der
wichtigsten Eigenschaften des Hornschuhs ist die stoßbrechende
Wirkung, die man als Hufmechanismus bezeichnet. Bei
Belastung des Hufs senkt sich der obere Teil der
Hornwand ein wenig nach unten. Die Sohle wölbt sich zum
Boden und der Strahl bekommt Bodenkontakt und damit
Druck von unten. Das Strahlkissen wiederum gibt den
Druck an die Hufknorpel weiter, die durch die von oben
einfallende Last keine andere Möglichkeit haben, als
nach außen zu weichen. Die seitlich hinteren Teile des
Hornschuhs, die Trachten bewegen sich nach außen. Beim
Entlasten des Hufs geht, bedingt durch die Elastizität,
der Hornschuh in die Ausgangsstellung zurück. Der
Hufmechanismus ist also ein Wechselspiel von Be- und
Entlastung und hat die Aufgaben, den Stoß zu brechen
und gleichzeitig durch seine Pumpwirkung, den
Blutkreislauf in der Huflederhaut zu beeinflussen. Die
Durchblutung der Huflederhaut ist wichtig für die
Qualität und das Wachstum des Horns..
Die
Huflederhaut ist sehr gut durchblutet. Sie
produziert Horn anstelle von Haaren und besteht
eigentlich aus 5 verschiedenen Teilen. Die Wand-,
Sohlen-, Strahl-, Saum- und Kronlederhaut, die wiederum
verschiedene Arten von Horn produzieren, aus denen sich
der Huf zusammensetzt.
Die
Wandlederhaut
ist eine Lamellenförmige Haut,die das
Wandhorn mit dem Hufbein verbindet. Die Lamellenstruktur
sorgt für eine möglichst große Oberfläche. Sie
"wächst" mit dem Wandhorn vom Kronenrand zum
Boden und ist auf der Sohlenfläche als sogenannte
"Weiße Linie" zu erkennen.
Die
Sohlenlederhaut produziert das Sohlenhorn.
Die
Strahllederhaut
bildet den weichen Strahl,welcher
sich hinten im Ballenbereich wieder mit der
Saumlederhaut verbindet.
Die
Saumlederhaut bildet den Übergang von den Haaren
zum Horn. Sie produziert die Glasurschicht. Die
Kronlederhaut stellt den Bereich dar, den man
im Allgemeinen mit dem Kronrand bezeichnet - Sie
"bildet" das Horn.
Die
Saumlederhaut, von der ein dünner, hochglänzender
Überzug der Hornkapsel gebildet wird, die
Glasurschicht.
Der
Tragrand,
der aus der dicken Röhrchen- schicht und dünnen
Blättchenschicht der Hornwand besteht. Die
Blättchenschicht zeigt sich auf der Sohle als die
markante weiße Linie.
Vom
Tragrand aus zur Mitte hin spannt sich die
kuppelförmige Sohle. Von hinten schiebt sich der
Hornstrahl wie ein Keil in die Sohle. Neben der
Schutzfunktion leitet die Sohle auch die einwirkenden
Kräfte auf den Tragrand und den Strahl um.
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