Disziplinen



Pleasure  |  Reining  |  Cutting  |  Halter  |  Western Riding  |  Trail



Pleasure

Bei der Western Pleasure werden die Pferde in der Gruppe geshowt. Neben den Grundgangarten können auch Hinterhandwendung und Rückwärtsrichten ( s. das Backing Off ) verlangt werden. Bewertet wird dabei der Bewegungsablauf des Pferdes. Neben der Qualität der Grundgangarten kommt es vor allem auf die Übergänge zwischen den Gangarten ( Transitions ) an, die mit möglichst unsichtbaren Hilfen geritten werden sollten. Das Pleasure Pferd sollte sich flach und taktmäßig bewegen und ruhig zu sitzen sein. Das Reiten eines solchen Pferdes sollte ohne jede Anstrengung erfolgen und Freude bereiten. Wichtig ist, dass das Pferd nicht auf der Vorhand läuft. Umstritten ist in diesem Zusammenhang die Kopfhaltung des Pferdes. Diese sollte nicht unnatürlich tief sein. Eine waagrechte Halshaltung ist hier akzeptabel, wenn das Pferd entspannt läuft und diese Halsposition anbietet (Bild). Ein gutes Pleasure Pferd sollte ein guter Beweger sein, der sich im natürlichen Gleichgewicht trägt. Es sollte sich entspannt bewegen, ohne von sich aus schneller zu werden. Pferde mit viel Vorwärtsdrang sind ungeeignet; es würde einen viel größeren Trainingsaufwand bedeuten, bis sie ruhig bei durchhängendem Zügel laufen. Und ob ein solches Pferd letztlich dem Richter einen entspannten Eindruck vermitteln kann, erscheint fraglich.

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Reining

Die Reining ist die Westerndressur. Hier werden Galoppzirkel in unterschiedlicher Geschwindigkeit, fliegende Galoppwechsel, schnelle Spins ( s. der Spin ), lange Sliding Stops, Rollbacks und Rückwärtsrichten ( s. das Backing Off ) verlangt. Die Reining wird ausschließlich im Galopp geritten und verlangt viel Rittigkeit und einen hohen Grad an Durchlässigkeit seitens des Pferdes. Der Schwierigkeitsgrad der Reining erhöht sich mit zunehmender Geschwindigkeit, wobei die korrekte Form aber vorgeht. Das ideale Reining-Pferd lässt sich willig und widerstandslos kontrollieren und reagiert auf Hilfengebungen, die für den Betrachter unsichtbar sind. Die Reining verlangt dem Reiter alles ab: Präzise Hilfengebung, einen guten Sitz und beste Kenntnisse über die Bewegungstechnik des Pferdes. Die Reining wird in den NRHA Richterleitlinien wie folgt beschrieben: "Ein Pferd in einer Reining vorzustellen heißt nicht, es lediglich durch die Prüfung zu reiten, sondern es in jeder Bewegung und bei jeder Lektion voll unter der Kontrolle zu haben. Das Pferd soll willig und kontrolliert ohne Widerstand gehorchen. Williges Am-Zügel-Gehen ist Voraussetzung. Jede eigene Bewegung außerhalb der Aufgabe muss als ungenügende Kontrolle des Reiters bewertet werden. Abweichungen von der Reining-Aufgabe werden als Fehler gewertet. Nach Abzug der Fehler werden Punkte für flüssigen Ablauf der gesamten Aufgabe, Finesse, Haltung, Schnelligkeit und die Fähigkeit des Reiters, die verschiedenen Lektionen vorzustellen, gegeben. Schwierig ist das kontrollierte Tempo, doch gerade das macht eine perfekte Reining-Vorführung aus, macht es für die Zuschauer zu einer aufregenden und gefälligen Darbietung."
Die Reining wurde am 14.4.2000 von der Federation Equestre Internationale ( FEI ) als siebte FEI-Disziplin anerkannt.

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Cutting

Beim Cutting muss das Pferd innerhalb von zweieinhalb Minuten nacheinander einzelne Rinder aus einer Herde aussondern und diese in der Mitte der Arena halten, um sie am Zurücklaufen zur Herde zu hindern. Dabei sucht der Reiter das Rind aus, das gecuttet werden soll und gibt dann dem Pferd die Zügel zum selbständigen Arbeiten frei. Das Pferd führt teilweise extrem schnelle und spektakuläre Bewegungen aus, um dem Rind den Weg abzuschneiden. Nachdem das jeweilige Rind ausgesondert wurde, wird die Prüfung ohne Zügelhilfen geritten. Der Reiter darf sich am Horn des Cuttingsattels festhalten. Bewertet werden das ruhige Aussondern des Rindes aus der Herde, sowie Manier und Positionierung des Pferdes während der Arbeit am Rind.

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Halter

In den Halter-Klassen werden die Pferde am Halfter an der Hand vorgestellt. Die Richter beurteilen Bewegung, Körperbau und Benehmen des Pferdes. Umstritten sind das teilweise praktizierte sog. Clippen des Pferdes und züchterische Auswüchse, wie z.B. die zu kleinen Hufe einiger speziell für diese Prüfung gezüchteter Pferde.

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Western Riding

Western Riding bedeutet übersetzt Westernreiten ( In diesem Sinne ist auch Western-Riding.de gemeint ). Daneben ist Western Riding auch eine bestimmte Disziplin innerhalb des Westernreitens. Hier wird neben den Grundgangarten auch das Rückwärtsrichten ( s. das Backing Off ) abgefragt. Zudem werden mehrere fliegende Galoppwechsel verlangt. Die Übungen sollen präzise geritten werden und das Pferd soll sich dabei locker und frei bewegen.

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Trail

Die Trailprüfung ist eine praxisbezogene Klasse, in der Pferd und Reiter einen Geschicklichkeitsparcours bewältigen müssen. Dieser besteht z.B. aus Gatter, Wippe, Flattervorhängen und Stangen. Außerdem kann das Hinterherziehen eines Gegenstandes Teil der Prüfung sein. Zur Bewältigung des Parcours gibt es keine Zeitvorgabe. Abzüge werden für das Umwerfen und für zögerndes Anreiten von Hindernissen gegeben. Pluspunkte gibt es für zuverlässiges und v.a. aufmerksames Mitarbeiten des Pferdes.

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